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Was ist denn hier passiert?

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ReichenbachREICHENBACH Wir schreiben das Jahr 2001. In der Adventgemeinde Reichenbach versammelt sich eine kleine Schar von Christen. Die wenigen jungen Leute verlieren sich auf den hinteren Plätzen. Zum Bibelgespräch reicht heute eine Gesprächsgruppe. Gut, dass heute keiner verreist ist oder als Diener am Wort unterwegs ist. Wie soll das weitergehen? Wenn die Alten sterben, die letzten jungen Leute weggehen zur Arbeit, zur Ausbildung?

Wir schreiben das Jahr 2011. Wer zu spät kommt, hat keine Platzwahl mehr. Die letzten Plätze füllen sich. Zwischen den jungen Familien mit Kindern und Jugendlichen sind auch noch einige ältere Leute zu entdecken. Der Kindergottesdienst braucht mehr Mitarbeiter. Beim Bibelgespräch ist die andere Gruppe heute wieder ganz schön lebendig. Zu den Liedern spielt jetzt auch eine Gitarre, die Kinder haben ihre Flöten mit. Wir sollten planen öfter zusammenzubleiben, damit wir unsere Gäste besser kennenlernen können. Ist es möglich im Dach noch einen Raum für die neue Jugendgruppe einzurichten?

Ist das dieselbe Gemeinde? Ja, wir sind wieder in Reichenbach. Der Saal platzt aus allen Nähten und wahrscheinlich ist die Adventgemeinde Reichenbach die jüngste Gemeinde im Durchschnittsalter. Was ist geschehen?

Es war natürlich ein Schub, als die Gemeinde Niesky ihre Kapelle aufgeben musste und so einige Geschwister mit nach Reichenbach kamen. Auch eine Gemeindeauflösung kann manchmal zum Segen werden, auch wenn sie immer schmerzlich ist.

Aber es gab noch andere Gründe für das neue Leben in der Adventkapelle. Der Gebetskreis hat nie aufgehört dafür zu beten, dass Gott zeigen soll, was er mit seiner Gemeinde in Reichenbach tun will. Und es ist wichtig, sich als Familie zu verstehen, herzlich miteinander umzugehen, auch wenn wir manchmal so unterschiedlich sind und denken. Und ein offenes Herz haben und viel Geduld und Güte mit den Kindern, die manchmal so laut und lebhaft sind. Dann fällt es leicht, die Nachbarfamilie einzuladen und die bringen noch eine andere Familie mit. Das hätten wir mal nicht gedacht, dass Kinder und Jugendliche unsere missionarische Aufgabe werden. Gott hat es so geführt, er hat uns so geführt. Ob Gott mit deiner Gemeinde auch einen Plan hat?

Es gibt Dinge, die können wir uns von Gott nur schenken lassen, aber beten und für eine herzliche Familienatmosphäre sorgen, das müssen wir schon selbst tun.

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