Ein Jahr in Mexiko |
KAMENZ/MEXIKO Cathlen Schosnig, Jahrgang 1990, verbringt ein soziales Jahr in Mexiko. Auf sta-lausitz.net berichtet sie davon und lässt uns an ihrem Abenteuer Anteil nehmen. Hier ihre Berichte:
19.05.2010 Ganz liebe Grüße schicke ich euch aus dem heißen Mexiko!
Mir geht es richtig gut! Es ist sehr, sehr heiß hier. Tagsüber geht das Thermometer schon mal gut und gerne bis zur 40-Grad-Celsius-Marke. Lange hält man es da nicht in der Sonne aus! Und es soll noch heißer werden. Nachts schlafen wir schon immer mit Klimaanlage.
Aber mir gefällt es sehr und ich genieße meine letzte Zeit! Es sind ja nur noch ca. 4 Wochen in Mexiko... Das ist schon seltsam, wenn man daran denkt, dass es fast zu Ende ist! Meinen Urlaub werde ich wieder in den Staaten verbringen, weil unser geplanter Mexikourlaub nicht geklappt hat. Das ist echt traurig, weil ich gerne mal den Süden von Mexiko gesehen hätte, wo es so viel schöner ist als dieser Bundesstaat, wo wir wohnen. Dschungel, Mayas, Naturschönheiten und einige der schönsten Strände hätten uns erwartet, aber wir haben zu dem Zeitpunkt, wo wir fahren wollten, keinen Urlaub bekommen. Ich bin aber froh, dass ich überhaupt noch in den Urlaub darf. Ich dachte schon, der fällt für mich aus.
Das Semester ist auch zu Ende. Die Studenten reisen schon in großer Zahl ab und der Campus leert sich. Am Wochenende findet die Graduation statt, an welcher alle abschließenden Studenten teilnehmen. Das wird eine ganz große Veranstaltung! Bin schon sehr gespannt, wie das ablaufen wird!
In der letzten Zeit ist sehr viel passiert! Eine Familie mit drei Kindern ist in das Waisenheim gezogen und passt nun auch auf 4 Waisenkinder auf. So sind diese vier Kinder wieder ins Heim gezogen. Die Kinder bekommen wirklich nie Ruhe. Dauernd werden sie herum gereicht. Der Vorteil am Heim ist aber, dass sie sehr viel besser kontrolliert werden können, und nicht einfach mal so auf dem Campus herumlaufen können, ohne dass niemand was weiß. Meine Arbeit besteht immer noch darin, mit ihnen Hausaufgaben zu machen und anschließend mit ihnen zu spielen. Mir macht die Arbeit sehr viel Spaß, obwohl vor allem das eine Mädchen (Anahi) sehr schwierig ist. Ich habe das Gefühl, dass ich sie jeden Tag "neu erobern" muss. Am Anfang ist sie so frech und mit der Zeit wird es besser. Wenn man dann geht, ist es am schönsten.
Gestern waren wir Freiwilligen vom Heim beim Elternabend von den Kindern. Dies war der letzte für dieses Schuljahr. Es war eine interessante Erfahrung!
Eure Spende wird weiterhin für die Kinder eingesetzt. Inzwischen wurde ein Badausflug für sie bezahlt, Kleidung gekauft und Schulmaterialien bezahlt. Die Kinder haben sich gefreut, obwohl man ihnen überhaupt nichts anmerkt. Dankbarkeit kennen sie nicht und schätzen können sie Dinge auch nicht. Das ist wirklich traurig. Ich wohne ja mit einem Heimmädchen, was geistig behindert ist, im Zimmer. Sie ist total normal, nur dass sie sich etwas kindlich verhält (sie wurde stark misshandelt). Sie ist wirklich sehr frech und total undankbar. Ich erwarte schon gar nicht mehr, dass sie "danke" sagt, wenn ich ihr etwas gebe. Wenn man sie darauf aufmerksam macht, kommt gleich wieder ein komischer Kommentar.
Manchmal fällt es mir echt schwer, die Kinder zu verstehen und mich in ihre Lage zu versetzen, wenn sie einem immer behandeln, als wäre man das Letzte. Es ist nicht einfach! Aber ich habe die Kinder trotzdem sehr gerne und werde sie auf jeden Fall vermissen!
An den letzten Wochenenden haben wir oft mit den Mexikanern zusammen Dinge unternommen, wie an den Strand gefahren, auf ein Scoutswochenende gefahren (das war sehr lustig! :) sind dort durch den Schlamm gekrochen -> das war eine Ralley! Echt eine interessante Erfahrung! :)) und Gemeindeaktivitäten durchgeführt.
Davon möchte ich euch noch erzählen! Sabbat findet hier immer so ein Missoinseinsatz statt, wo die Theologiestudenten in arme Dörfer fahren und dort Bibelstunden geben. Das ist echt interessant und ich mag diese Dörfer echt gerne! Man kann sich das nicht vorstellen, wie einfach Menschen leben können! Einfach Bretterhütten und Zäune aus verschiedenen natürlichen Materialen. Überall laufen Tiere herum. Katzen, Hunde, Ziegen, Kühe, Pferde, Hühner... einfach Wahnsinn! Und ich mag die Menschen! Die sehen wie typische Mexikaner aus! Auf dem Campus sind es ja eher die reicheren Leute, die normal gekleidet sind und hellere Haut haben. Aber in den Dörfern laufen die Männer alle mit Cowboyhüten herum. Sie sind so dunkel und ihr Kleidungsstil ist von harter Arbeit geprägt, ebenso die Frauen.
Zweimal haben wir in solchen Dörfern auch Bücher von Ellen White ausgeteilt. Es war herrlich! Eine tolle Erfahrung! Das Campusleben unterscheidet sich echt gravierend von dem normalen mexikanischen Leben!
So, ich werde meine Mail mal beenden!
Vielen Dank für eure Gebete!
Freu mich auf ein baldiges Wiedersehen! :)
Gott segne euch!
Eure Cathi
01.03.2010 Liebe Gemeinde!
Wie geht es Euch? Da ich von Micha ab und zu Mails mit Gemeindeinfos bekomme, weiß ich ganz gut Bescheid, was bei Euch so los ist. Das freut mich total! Ich finde es immer schön, etwas von Euch zu hören!
Es tut mir leid, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe, aber hier war dauernd etwas anderes los, sodass ich nicht genügend Zeit gefunden habe, eine Mail zu schreiben. Jetzt wollte ich aber mal wieder was von mir hören lassen! :)
Mir geht es gut. langsam haben wir uns an das Leben hier auf dem Campus gewöhnt und auch die Dormis (Wohnheime) wohnlich für uns gestaltet. Ich fühle mich hier sehr wohl, da es unter anderem auch heißes Wasser hier gibt, was ich als totalen Luxus empfinde! :) das Essen in der Unimensa ist große Klasse. Reis, Bohnen und Tortillas sind zwar Bestandteil jedes Mittagessens, ich finde es aber nach wie vor superlecker!
Die Heimkinder sind auf dem ganzen Campus verteilt worden. Die kleinen Mädchen wohnen bei Familien, ein großes Mädchen bei mir im Zimmer, welche geistige Schäden erlitten hat. Die Jungs wohnen in den Wohnheimen. Meine Aufgabe ist es, mit den Mädels Hausaufgaben zu machen und nachmittags mit ihnen zu spielen. außerdem esse ich mit ihnen gemeinsam im Comedor und bringe sie zur Schule.
Die kleinen Mädchen sind im Moment sehr, sehr schwierig. Sie sind so frech und beleidigend, dass ist wirklich schlimm. Das eine Mädchen (sie ist 9 Jahre) hat u. a. auch eine Unterschrift für die Schule gefälscht. Die Kinder darf man hier echt nicht unterschätzen. mein Handy wurde von einem größeren Mädel auch schon gestohlen, was ich aber Gott sei Dank wiederbekommen habe. Hier erlebt man ständig etwas Neues. Langweilig wird es nicht! :)
Letzte Woche hatten wir mit ADRA das Zwischenseminar. Iris Brandel-Grau besuchte uns und wir sprachen über die erste Hälfte des Auslandsjahres. Es war eine wirklich schöne Zeit! In dieser Zeit kam auch Reach, dass ist die Organisation, welcher das Heim gehört. Eine Woche wohnten sie im Waisenheim und trafen Entscheidungen, wie es weiter gehen soll. Diese beinhalteten, dass ein neues Heim in der Nähe der Grundschule gebaut werden soll (ist auch auf dem Campus). Wir Freiwilligen werden das aber nicht mehr miterleben (bis erstmal die ganzen Genehmigungen usw. durch sind...). Wir werden also weiterhin auf dem Campus mit den Kindern wohnen und es wird sich voraussichtlich nichts mehr gravierend für uns ändern. Von ADRA aus werden in den nächsten Jahren dann erstmal keine Leute mehr ins Heim geschickt, bis das neue Haus abgeschlossen ist und geregelte Verhältnisse herrschen.
Ich finde es aber echt gut, auf dem Campus zu wohnen, weil man dann mehr Kontakt zu den Studenten hat und auch mehr am Programm der Uni mitmachen kann. Sabbats finden jetzt zur Zeit zum Beispiel immer Missionseinsätze statt. Da fahren Busse von der Uni in arme Dörfer und Studenten geben den Leuten dann dort Bibelstunden. Viele Menschen nehmen das Angebot an und freuen sich sehr über diese Bibelstunden.
In drei Wochen ist wieder die Gebetswoche, von der ich Euch schonmal geschrieben hatte. Sie findet jedes Semester statt. Ein ganz bekannter Mann aus den USA wird kommen und hier predigen. Da freue ich mich schon drauf!
Das Jahr hier in Mexiko geht so schnell herum! 60% unserer Arbeitszeit ist schon herum. Irgendwie kommt man gar nicht hinterher mit dem Denken, so schnell geht die zeit herum.
Ja, wie sieht es bei uns mit dem Wetter aus... Viel hat sich noch nicht verändert, außer dass es tagsüber immer heißer wird! Mittags sind so um die 30 Grad Celsius schon normal. Lange hält man es da nicht in der Sonne aus. Morgens und abends ist es aber nach wie vor recht frisch. Ab Mai/Juni soll es dann wieder richtig heiß werden mit bis zu 50 Grad Celsius in der sonne...:)
So, ich werde mich jetzt mal wieder verabschieden!
Gott segne euch! Ich freue mich immer über Mails von Euch und versuche auch so schnell wie möglich zu antworten! :)
Liebe Grüße und bis bald!
Eure Cathi :)
08.01.2010 Liebe Gemeinde!
Wie geht es Euch? Ist alles in Ordnung bei Euch?
Jetzt ist schon 2010, die Zeit verrinnt. Ich hoffe, Ihr hattet alle einen guten Jahresstart!
Mir geht es richtig gut. Ich bin nun wieder in Mexiko, nachdem wir in den Staaten bei unserer Familie zu Besuch waren. Es war eine herrliche Zeit, wo man so viele Sachen gesehen hat und es Dinge gibt, die man in Mexiko nicht hatte. Es war ein halber Kulturschock für uns, als wir in den USA ankamen. Die Geschäfte alleine haben ja schon ausgereicht! Wenn ich jetzt daran denke, kommt es mir wie ein Traum vor! :)
Jetzt zu Mexiko und dem Heim.
Hier hat sich sehr viel verändert, da zwei Mitarbeiter ausgezogen sind. Offizielle Mitarbeiter sind nur noch die Köchin und der Direktor. In der Weihnachtswoche ging es hier drunter und drüber, da die Köchin im Urlaub war. Es gab sehr viel zu tun, aber es hat Spaß gemacht! :) Wir haben im Heim jetzt den zweiten Monat kein Geld, weil die Buchhaltung vernachlässigt wurde. Wir stehen jetzt wieder kurz davor, dass uns der Strom abgestellt wird. Wir beten und hoffen, dass die Organisation Ende Januar vorbeikommt und eine Entscheidung trifft, wie es mit dem Heim weitergehen soll.
Den Kindern geht es allen gut! Für sie ging die Schule vor einigen Tagen wieder los.
Im Dezember haben wir Sabbat abends ganz oft Lagerfeuer gemacht. Es war ein interessantes Gefühl, dass man in der Weihnachtszeit am Lagerfeuer draußen sitzt. :) Den Kindern hat es sehr viel Spaß gemacht. Mit Stockbrot, Maiskolben oder Tortillas saß man am Feuer und sang Weihnachtslieder.
Hier in Mexiko lief Weihnachten ganz anders ab, als in Deutschland. Vor allem im Heim ist es nochmal ganz anders, weil durch die Kinder eine ganz andere Stimmung aufkommt.
Einige Wochen zuvor haben wir aus den USA Geschenke gespendet bekommen, die die Kinder dann bekommen sollten. Es war auch ein Truthahn dabei. :) Dieser war am 24.12. den ganzen Tag im Backofen.
Am Nachmittag gingen wir zur Gemeinde. Zum Teil mussten wir den Kindern drohen, dass sie keine Geschenke bekommen, wenn sie nicht mitkommen, weil sie einfach im Heim bleiben wollten. In der Gemeinde waren vielleicht 30 Leute, weil fast alle Studenten zu ihren Familien gefahren sind. Ich war etwas enttäuscht vom Gottesdienst. Der ging vielleicht eine halbe Stunde (Predigt und Singen), dann war er schon zu Ende.
Am Abend machten wir mit den Kindern Spiele im Speiseraum. Das hat Spaß gemacht, aber es kam keine Weihnachtsstimmung auf, da die Kids schreiend herumsprangen, sich mit Luftballons bekämpften usw. Nach dem Truthahnessen wurden Wunderkerzen angezündet. Die Kinder waren total begeistert und rannten mit den Kerzen im ganzen Heim herum - und ich meine wirklich "rennen"! :)
Später gab es die Geschenke für die Kinder. Sie haben eine Menge bekommen. Von Fußballschuhen über Kleidung, MP3-Player, Schminkzeug, Fußbälle bis zu Barbiepuppen und anderem Spielzeug war alles dabei. Nach einer halben Stunde war die Bescherung zu Ende und die Kinder gingen alle in ihre Zimmer um mit ihren Sachen zu spielen. Wir räumten noch auf und beseitigten das Geschenkpapier. Anschließend setzen wir deutschen uns noch eine weile zusammen. So ein Weihnachten habe ich noch nie erlebt, aber ich bin froh, so eine Erfahrung gemacht haben zu dürfen, weil man seine Familie dann so viel mehr schätzt! Mir tun die Kinder wirklich leid, keine Eltern zu haben, muss so schrecklich sein.
Meinen Melonen geht es nicht so gut. Die Früchte sind zwar schon richtig groß, aber die Pflanzen sind alle von Läusen befallen und die Blätter gehen dadurch kaputt.
Jetzt wird es schon langsam wieder wärmer in Mexiko, langsam kommt die Frühlingsluft. :) Es riecht manchmal wirklich nach Frühling. Die Felder sind alle grün, das sieht echt gut aus!
Die Orangen auf der Plantage werden immer reifer und süßer! Wir sind dort ziemlich oft, um sie für das Heim zu sammeln. Sie leuchten richtig von den Bäumen! :)
Ich danke euch ganz sehr für alle eure Gebete! Wenn ihr Fragen zu Mexiko habt oder zu anderen Sachen, dann stellt sie! :)
Ich wünsche euch Gottes Segen und ganz viel Gesundheit für das neue Jahr! Dieses Jahr sehen wir uns wieder! :)
Eure Cathi
17.11.2009 Liebe Gemeinde!
Geht es euch allen gut? Freut ihr euch schon auf die kommende Weihnachtszeit?
Hier in Mexiko haben schon einige Leute angefangen zu schmücken...:) Unsere Köchin hat schon ihre Tür mit einem stern und bunten Kugeln dekoriert. Bei einer Lehrerin steht schon der Weihnachtsbaum, eine aufgebaute, leuchtende Stadt und allerhand andere weihnachtliche Sachen. Das ist echt ein seltsames Gefühl, wenn man das so sieht. Vor allem mit über 30 Grad Celsius Außentemperatur!!
Mir geht es richtig gut! Vor zwei Wochen haben wir uns spontan dazu entschlossen, Urlaub am strand zu machen. Wir fuhren zu acht in einem Auto zu dem 3 Stunden entferntn San Carlos. Mein Cousin und Oliver saßen im Kofferraum mit dem ganzen Gepäck und wir 4 Mädels zu viert auf der Hinterbank. Das war schon eng, aber lustig! In Mexiko sagt kein Mensch etwas dazu, wenn man so unterwegs ist. 1,5h nach der eigentlich vereinbarten Zeit ging es dann los. Dort angekommen, bezogen wir ein Ferienhaus, welches uns pro Person 20 Euro (für zwei Nächte) kostete. Es war sauber, ordentlich und einfach eingerichtet. Mit dem deutschen Luxus kann man das überhaupt nicht vergleichen, aber wir haben uns sehr wohl gefühlt. Da wir außerhalb der Touristensaison dort waren, waren wir fast die einzigsten Gäste in dieser Pension. Dort haben wir dann den Strand besucht, der durch die vielen Berge, Buchten, Felsen und Sandstrände noch eindrucksvoller ist. Zwei Waschbären und viele Pelikane konnten wir in der Zeit beobachten. Es war ein wirklich schönes Wochenende! In der folgenden Woche gingen dann die üblichen Aufgaben weiter. Leider sind die Katzen gestorben, während wir weg waren. Ich hatte Leute gebeten sie zu versorgen, aber trotzdem starben sie, während wir unterwegs waren, was ich total schade fand. Ich hatte mich schon an die Katzen gewöhnt. Im Gegensatz zu den Katzen haben die Melonenpflanzen wieder ein Wachstumsschub nach vorne gemacht! Die sind wirklich groß! Heute sah ich die ersten kleinen Melonen! :) Ach, da fällt mir noch eine Sache ein, die mich total glücklich gemacht hat... Die Mexikaner haben nämlich ein Beet angelegt!! Das hätte ich nie erwartet! Da haben sie Kichererbsen gesät! Fand ich klasse!
Von den letzten Tagen gibt es viel zu erzählen. Am Donnerstag besuchte uns unangekündigt der ehemalige Besitzer des Waisenheims und seine Frau. Sie wohnen in Kanada und sind mit dem Auto und einem Hänger runter nach Mexiko gekommen. Die Mexikaner freuten sich total, diese beiden Leute zu sehen! Auch für mich war das etwas Besonderes, weil es erstens weiße Leute waren und sie zweitens so groß waren! Die Mexikaner sind ja nicht besonders große Leute, deshalb ist das wirklich etwas Besonderes. Sie brachten dem Heim ganz viele Lebensmittel mit. Sachen, die es hier in Mexiko nur sehr teuer gibt. Aus den USA bekamen wir also eine Menge Trockenfrüchte (Äpfel, Bananen, Feigen, Datteln usw.) Auch Nüsse, Körner und Kokosraspeln waren dabei. Für die Leute hier war das wie Weihnachten. Sie haben sich wirklich gefreut und die Kinder vor allem! Am nächsten Tag haben wir Deutschen mit dem Bob Mason (so heißt er) über das Heim, seine Arbeit und unsere Arbeit hier geredet. Es war wirklich eine schöne Zeit. Außerdem gibt es jetzt jeden Morgen Milch mit Haferflocken und dazu Nüsse und Trockenfrüchte! Das hat schon was. :)
Am Sabbat, den 13. November, sind Juanna und ich mit den großen Mädels und ein paar von den kleinen Jungs zur Orangenplantage gegangen, die zu dem Campus gehört. Da haben wir uns hingesetzt und Orangen, Pamelo, Grapefruit, Mandarinen und was es noch so alles gibt gegessen. Das war echt schön! Die eigentliche Erntezeit ist Ende Dezember, aber einige Früchte waren jetzt schon reif. Die Menschen hier essen Limonen mit Salz, das habe ich noch nie gehört. Aber ausprobiert habe ich es noch nicht. :) Anschließend haben wir Spiele mit den Kindern gemacht und Sabbatschluss. Es war ein toller Nachmittag. Den Kindern hat es gefallen und zufrieden gingen wir am Abend dann wieder zum Heim zurück.
Am Freitagabend zuvor sagte uns die Köchin, dass wir Deutschen am Sonntag alleine mit den Kindern sind. Den ganzen Tag! Wir haben erstmal nicht schlecht geguckt! Mit 16 Kindern, die nicht ganz einfach sind, alleine den Tag verbringen, kochen usw...:) Aber es war auch total spannend, weil man dann mal die Verantwortung haben und selber entscheiden konnte. Im Nachhinein war es ein richtig schöner Tag! Die Kinder haben keine Probleme gemacht und auch bei allen Sachen mitgeholfen, wie in der Küche oder den Speiseraum aufräumen. Wir dachten uns, dass wir mal anderes Essen machen und kochten Nudeln und Tomatensoße, nach deutscher Art für die Kinder. Ich habe so noch nie eine Tomatensoße hergestellt, aber wir hatten ja nichts, was deutschlandtypisch war... So machten wir alles in die Soße, was Tomaten ähnlich aussah und würzten es mit mexikanischen Gewürzen. Sojafleisch fanden wir auch noch und Knoblauch und Zwiebeln... Die Soße wurde klasse! Wir waren glücklich darüber, auch dass es den Kindern geschmeckt und alles gereicht hatte. Zum Abendbrot haben wir deutsches Brot gebacken und Bratkartoffeln mit Kümmel gemacht. Dazu gabs Sojakakao! Die Kinder haben den Erwachsenen am nächsten Tag davon vorgeschwärmt. :) Nudeln und dunkles Brot gibt es fast nie bzw. gar nicht hier, deshalb war das für sie etwas Besonderes. Andre und Oliver haben mit den Jungs Fußball gespielt. Es war ein gelungener Tag, wofür ich Gott dankbar bin. Das ist hier wirklich nicht selbstverständlich, weil wir einige Kinder haben, die nicht einfach sind und manchmal große Probleme machen. Diese Kinder kann man nicht mit den deutschen Kindern vergleichen, welche in einer normalen Familie aufgewachsen sind, aber dazu evt. später etwas.
Für heute werde ich mich erstmal verabschieden. Danke für eure Gebete! Ich wünsche euch alles Gute und Gottes reichen Segen!
Eure Cathi :)
04.11.2009 Liebe Gemeinde!
Jetzt bin ich schon über zwei Monate in Mexiko. Die Zeit vergeht so schnell.
Inzwischen gibt es schon wieder viel zu erzählen.
Ich hatte euch ja von der Gebetswoche erzählt und der anschließenden Taufe, die da stattfinden sollte. Es wurden 20 Leute getauft! Die meisten haben sich im Laufe dieser Woche dazu entschieden. Was ich auch ungewöhlich fand war, dass hier Kinder getauft werden, welche 8 Jahre alt sind oder ein paar Jahre älter. Für die Mexikaner ist das hier normal. Sie sagen, wenn sich ein Kind zwischen 8 und 10 Jahren taufen lässt, bleibt es am sichersten auch später in der Gemeinde.
Welche Idee ich nicht schlecht fand war, dass sie während der Gebetswoche die Bibel einmal komplett vorgelesen haben. Das Ganze fand in der Gemeinde statt und immer eine Person hat ein Kapitel vorgelesen. Anschließend wurde gewechselt. Über den ganzen Campus konnte man hören, wie die Leute vorgelesen haben. (Es wurde Tag und Nacht gelesen!) Die Deutschen haben auch vorgelesen. Ich sollte ein Kapitel aus Jesaja lesen (natürlich auf deutsch). Weitere Personen haben auch auf englisch, rumänisch, russisch, tschechisch usw. vorgelesen. Der Hauptanteil war aber immer noch auf spanisch. :)
Ich hatte euch die Situation im Heim geschildert, welche nicht besonders gut war. Es hat sich nun in der letzten Woche gebessert. Wir haben wieder Spenden bekommen, so dass alle Rechnungen bezahlt werden konnten. Wir waren alle erstmal erleichtert darüber. Eine andere Sache war der Hurrikan. Den eigentlichen Hurrikan Rick haben wir nicht mitbekommen, aber einen Ausläufer, welcher mitten in der Nacht kam. Es hat gestürmt, gewittert und geregnet, so wie ich es noch nie erlebt hatte. Der Strom ist ausgefallen, was dem allen noch eins drauf gesetzt hatte. Hier oben im 2. Stock dachten wir echt, dass Haus hält dem nicht stand. Ich bin so froh, dass der eigentliche Hurrikan nicht zu uns gekommen ist.
Letzte Woche habe ich zu meinem Cousin gesagt, dass es doch schön wäre, wenn wir hier irgendein Tier hätten. (Vor allem auch für die Kinder.) Außerdem fehlen mir die Tiere zuhause wirklich sehr! Jedenfalls dann am Sabbat, dem 31.10., gehe ich zum Frühstück und höre das Schreien von kleinen Katzen. Die Jungs hatten 3 kleine Katzen in einem leer stehenden Haus des Heims gefunden. Leider ist die Mutter nicht aufgetaucht. Wir haben dann angefangen, die Katzen mit Milch und einer Pipette zu füttern. Die Chance ist sehr klein, dass sie überleben, aber bis jetzt (Mittwoch) leben sie noch, sind putzmunter, trinken jeden Tag mehr und werden größer. Ich bin gespannt, ob sie es schaffen. Bis jetzt haben wir zuhause noch nie solch junge Katzen durchbekommen. Na, mal sehen, es wäre schön, wenn es klappt!
Dem Garten geht es auch richtig gut! Die Melonen ranken schon und blühen in schöner gelber Farbe! Mich freut das total! Die Tomaten gehen nun auch auf und sind ca. 3 cm hoch.
Am Sabbat (31.10.) waren wir in Hutabambito, um an den Strand zu fahren. Das allererste mal haben wir den Pazifik gesehen! Es war so schön! Hier ist absolut kein Touristengebiet und so hatten wir den Strand für uns! Überall waren Palmen und ganz feiner, weicher Sand. Kurz nachdem wir angekommen sind (Fahrt dauert ca. eine Stunde, welche durch die Wüste und Orte mit Menschen in Bretterhütten führt.) haben wir ganz viele Delphine gesehen! Das ist so toll, Delphine in freier Wildbahn da durchs Wasser springen zu sehen! Eine Menge Pelikane konnte man auch beobachten, welche auf Fischfang waren. Das Wasser des Pazifiks war mind. 22 Grad Celsius warm. Zu allererst waren wir also baden..;) Später haben wir den superschönen Sonnenuntergang beobachtet. Zum Abschluss des Tages waren wir in dem einzigsten Restaurant, was es dort gab, essen. Das Lustige ist, dass wir die einzigsten Gäste waren. Ich frage mich, wie sich das Restaurant finanziert...:) Es war ein richtig schöner Tag und wir waren danach alle davon überzeugt, dass wir sowas auf jeden Fall wiederholen werden.
Mir geht es immer noch gut hier! Mit dem Spanisch geht es langsam vorwärts, worüber ich froh bin.
Wir Freiwiligen planen jetzt ein Ferienprogramm für die Kinder, damit sie dort eine Beschäftigung haben und nicht nur vor dem Fernseher sitzen. Die Kinder haben einen Monat Weihnachtsferien, das ist eine ziemlich lange Zeit. Wir haben vor, mit den Kindern Ausflüge, Spiele und Dinge, die zur Weihnachtszeit passen, zu machen. Wenn ihr noch gute Ideen dazu habt, schickt sie mir! Ich würde mich sehr darüber freuen!
Bis zum nächsten Mal!
Eure Cathi
20.10.2009 Liebe Gemeinde!
Wie geht es euch in dem kalten Sachsen? Ich hoffe richtig gut! Mir geht es total gut! Ich könnte soviel erzählen... Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll...:)
Also gut, ich beginne mal von den Veranstaltungen der Gemeinde zu erzählen. Diese Woche (vom 16.10-24.10) haben wir die "semana de oracion", das ist eine Gebetswoche. Jeden Tag ist früh und abends Gottesdienst. ein Prediger von außerhalb ist gekommen und predigt dann jeden Tag. Ich finde die Predigten echt gut! (Ich saß immer neben einer, die für mich übersetzt hat. ;)) Eine ging über die Wiederkunft, eine wie man in den Himmel kommt usw. Er bringt das richtig gut rüber und ist absolut konsquent in seiner Darstellungsweise. Am Ende der Gebetswoche wird eine Taufe stattfinden. Die Gottesdienste in Mexiko laufen etwas anders ab, als in Deutschland. Bevor die Betrachtung ist, findet meist ein ausführliches Programm statt, welches von Kindern, Sängern und mit Anspielen gestaltet wird. Danach ist die Bertrachtung und danach die Kindergeschichte. Zum Abschluss ist die Predigt, welche oft eine Stunde geht und meist von Powerpoint unterstützt wird. Viele Gemeindelieder werden aus dem Kopf gesungen und bei Darbietungen, wie Lieder oder Instrumentalstücken, wird nie geklatscht, sondern "Amen" gesagt. Auch während des Gebetes wird Amen gesagt, was ich am Anfang total komisch fand! Aber ich finde es beeindruckend, dass selbst die Kinder so viele Bibeltexte auswendig können. Bei einer Andacht haben sie einfach mal alle das 4. Gebot auswendig aufgesagt!
Inzwischen haben wir jetzt auch kleine Betrachtungsgruppen. (Am Anfang, als wir herkamen, wurde das ausschließlich von vorne gemacht.) Das gefällt mir gut, aber die Zeit ist einfach viel zu kurz, um ins Gespräch zu kommen. In unserer Gruppe werden immer die einzelnene Tage der Woche verteilt, dann soll man sich seinen Tag 5 min anschauen und zusammenfassen. Meist ist danach die Betrachtung vorbei. Mittwochs sind immer Hauskreise, die über den ganzen Campus verteilt stattfinden. Im Waisenheim gibt es drei. Das ist richtig schön. Da sitzen wir draußen im Kreis, singen und danach kommt die Andacht.
Mexiko ist sehr katholisch geprägt. Überall findet man Marienbilder, -figuren o. ä. Man kann fast keine Kerze kaufen, auf der Maria nicht abgebildet ist! Jedenfalls merkt man die Auswirkungen hier im Gottesdienst sehr stark, weil sehr viele Bilder von Jesus genutzt werden. Auf jeder Powerpoint-Präsentation (von Liedern oder Predigten). Das ist für mich sehr ungewohnt.
Juanna und ich wohnen mit den Mädels immer noch in der anderen Wohnung. Der Klempner war noch nicht da, um alles zu reparieren. Wir schlafen auf Matrazen, auf dem Boden..:) Regelmäßig werde ich von Ameisen besucht...:) Im Moment ist das Geld im Heim extrem knapp und deshalb werden wir hier wohl noch eine Weile bleiben müssen. Der Direktor hat uns auch schon gesagt, dass er die Stromrechnung wahrscheinlich nicht zahlen kann und er sagte, dass es sein kann, dass der Strom abgestellt wird. Ich bin echt gespannt, wie das weitergehen wird und wie das auch mit den Nahrungsmitteln funktioniert. (Wir Freiwilligen haben uns auch schon gedacht, das Geld für die Stromrechnung auszulegen, aber haben das dann doch nicht gemacht, weil wir den Menschen somit nicht helfen würden. Hier in Mexiko, ist die Mentalität so, dass nicht gespart wird bzw. sparsam mit Geld umgegangen wird. Was man hat, wird ausgegeben. Außerdem schätzen die Mexikaner sowas nicht wirklich. Eigentlich könnte man soviel aus dem Heim machen und man würde es auch hinbekommen, dass sich das Heim selber finanziert, wenn die Mexikaner wollen würden. Sie sehen aber, dass es auch so geht, dass man durch kommt. So warten sie nun auf die nächste Spende und dann geht alles wie immer weiter... Es ist echt schwierig!) Um den "Schreckensnachrichten" noch eins draufzusetzen... - es ist erstmal die letzte - haben wir gestern gehört, dass ein Hurrikan kommen soll. Zumindest nähert er sich bis jetzt unserem Gebiet. Aber letzte woche sollte auch schon einer kommen und der ist aber wieder aufs Meer abgedreht.
Mit meiner Arbeit geht es gut voran! Jeden Tag wird hier gefegt, sauber gemacht, in der Küche geholfen usw. Letztens bin ich auf die Idee gekommen, Melonen anzubauen. Im Heim haben wir viele Honigmelonen gegessen und die Kerne habe ich getrocknet und gesät. Jetzt habe ich ca. 20 Melonenpflanzen!! Ich habe mich so gefreut, als sie herausgekommen sind! Außerhalb vom Heim habe ich nun ein paar kleine Beete angelegt, wo ich die Melonen gepflanzt habe. Außerdem habe ich noch Tomaten, Radieschen (die auch schon herauskommen) und Kresse gesät. Ich bin so gespannt, ob das klappt und ob wir bald Melonen ernten können! :)
Mein Cousin war am Sonntag bei den Pfadfindern. Es ist wirklich irre, wie das hier abläuft! Erstmal gibt es bestimmte Altersklassen und zweitens muss man hier echt was machen, um dabei sein zu können! André erzählte, dass man bis November 25 verschiedene Knoten gelernt haben muss und die auf einem Stück Holz präsentieren muss. Außerdem muss man das Buch von E. G. White "Der Weg zu Christus" lesen und auf einem A4-Blatt zusammenfassen. 3 Andachten halten und einmal bei der Kindergeschichte im Gottesdienst mitmachen zählt auch dazu. Die Pfadfinder sind hier wirklich aktiv. Hausaufgaben u. a. werden auch aufgegeben. Andererseits fahren sie auch zu großen Treffen und Zeltlagern. Ich habe auch schon überlegt, dort mitzumachen. :)
An das Essen, das Klima, die Menschen usw. habe ich mich gewöhnt. Langsam kehrt auch hier der Alltag ein und man weiß, wann und wie bestimmte Sachen ablaufen. Das Einzige, was noch ein bisschen schwierig ist, ist die Sprache. Ich verstehe zwar immer mehr, aber mit dem Sprechen ist es nicht so ganz einfach.
Inzwischen hatten schon zwei Kinder von hier Geburtstag. Hier in Mexiko ist es Tradition, dass fast immer eine riesige Torte geschenkt wird und das "Geburtstagskind" dann mit dem Kopf in die Torte gesteckt wird! :)
Am Sabbat hatten wir ein internationales Essen! Das war schön! Wir waren ungefähr 20 Leute aus verschiedenen Ländern und haben Gerichte aus unseren Heimatländern gekocht. :) Die deutschen haben Kartoffelsalat gemacht! :) Es war spannend, mit den anderen Leuten zu reden und das andere Essen zu probieren. (Länder waren: Equador, Haiti, Kirgisien, Rumänien, Mexiko...) Auf 4 Sprachen haben wir teilweise kommuniziert... deutsch, englisch, französisch und spanisch! Mir hat das sehr gefallen!
Wenn ihr Fragen habt, stellt die ruhig!
Danke für eure Gebete! Ich merke echt, dass Gott mir beisteht!
Ganz liebe Grüße aus Mexiko! Gott segne euch!
Eure Cathi :)
22.09.2009 Hallo ihr!
Ich wollte mal wieder von mir hören lassen und euch berichten, wie es mir so geht.
Nach meiner anfänglichen Erkältung durch die Klimaanlagen beginne ich, die Zeit hier zu genießen. Es ist extrem heiß hier und die Sonne scheint wirklich fast ausschließlich jeden Tag. Bis zu 40 Grad Celsius im Schatten sind Normalität. Aber langsam gewöhnt man sich auch daran, wenn man bedenkt, dass es in Deutschland ja langsam Herbst wird…;)
Das Essen ist hier sehr, sehr lecker! Es ist ganz anders als in Deutschland, denn hier sind Tortillas und Bohnenmus das Hauptgericht. Hier im Waisenheim kocht die Köchin weniger scharf, weil die Kinder es nicht so gewöhnt sind, aber normalerweise lieben es die Mexikaner sehr scharf zu essen, aber daran konnte ich mich noch nicht gewöhnen. ;)
Mein Zimmer ist sehr schön! Inzwischen gewöhnt man sich auch an die ganzen Tiere, wie Grillen, Spinnen und Skorpione. (Einen hatten wir schon im Zimmer, aber die sind hier richtig giftig, da muss man aufpassen!) Zwei Mäuse waren auch schon in meiner Unterkunft, das ist nicht so toll gewesen, wenn man in der Nacht dauernd dieses Nagen hört…
Die Kinder sind echt niedlich! Die beiden Jüngsten (7 und 8 Jahre -> Anahi und Jésus) sind zutraulich und haben sich im Gottesdienst gleich neben mich gesetzt und haben Tiere gemalt und mir erklärt, wie das auf spanisch heißt. ;) So süß!
Mit dem Spanisch läuft es noch schleppend. Manche Wörter hat man inzwischen gelernt, aber im Großen und Ganzen verstehe ich nicht viel. Aber die Leute hier sind ganz optimistisch und sagen, in drei Monaten kannst du alles verstehen und auch fließend sprechen. Na, ich bin gespannt!
Meine Aufgaben liegen in der Betreueng der Kinder (beim Hausaufgaben helfen), mit ihnen zusammen in der Küche helfen und anderweitig sauber machen. Im Büro helfe ich auch jeden Tag eine Stunde. Die Buchhaltung läuft hier ganz anders als in Deutschland. Die nehmen das alles nicht ganz so ernst.
An die Mentalität der Mexikanr muss man sich erst gewöhnen, das fällt mir immer noch schwer, weil sie hier alles so gelassen sehen. Die Devise lautet: was heute nicht wird, wird morgen… Das ist nicht einfach zu verstehen, vor allem wenn man was planen will und das deutsche System gewöhnt ist mit Organisation, Pünktlichkeit usw. ;)
Ich mag die Sterne und Sonnenuntergänge hier total. Die sind echt beeindruckend!
Okay, ich lasse mal wieder von mir hören!
Lasst es euch gut gehen!
Cathi ;)
02.09.2009 Hey ihr alle!:)
ich bin jetzt in mexiko-city angekommen. der flug war echt angenehm. wir standen dann ca. ne halbe stunde am flughafen bevor wir abgeholt wurden. jetzt sind wir in einem hotel. das ist spitze und total kostengünstig! morgen (mittwoch) fahren wir weiter nach navojoa (ca. 25h) donnerstag sind wr wahrscheinlich dann dort. die temperaturen sind hier so wie in deutschland, total angenehm, aber beim waisenheim ist es dann wesentlich heißer!
jetzt werden wir erstmal schlafen gehen, habe noch nie sooo einen langen tag erlebt! ;)
lasst es euch gut gehen. es wird ne weile dauern bis ich das nächste mal schreibe.
machts gut,
cathi :)
gruß aus mexiko!
30.08.2009 Am ersten September werde ich nach Mexiko fliegen. Dort werde ich, im Rahmen eines Freiwilligen sozialen Jahres, 11 Monate im Waisenheim verbringen. 13 km von der Stadt Navojoa (Nordwesten Mexikos) entfernt liegt das Heim, in welchem Küchenarbeit und hauptsächlich Arbeit mit den Kindern (wecken, Hausaufgaben machen, Ausflüge organisieren...) auf mich warten. Ich bin sehr gespannt darauf, was mich dann in Mexiko erwartet.
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